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App: „Hilfe im Wald“

Geschrieben von SRL am in Nützliches + Interessantes

Rettungspunkte-App für Android und Windows Phone

…ermöglicht schnelle Hilfe bei Unfällen im Wald

Bei Unfällen im Wald und in der freien Landschaft kommt dem Herbeiführen von Rettungskräften eine besondere Bedeutung zu. Die sonst üblichen Bezeichnungen von Straßen und Hausnummern sind hier nicht zu finden. Flurnamen oder betriebliche Bezeichnungen von Waldstücken oder Standorten werden oft nicht verstanden und daher fehlerhaft interpretiert. Aus dieser Situation heraus wurde länderübergreifend ein System geschaffen, bei dem Rettungskräfte zu einem eindeutig bezeichneten Rendez-vous-Punkt bestellt werden. Diese Punkte liegen so in der Landschaft, dass sie eindeutig beschreibbar, und auch von potenziellen Unfallstandorten in Wald und Landschaft möglichst kurz erreichbar sind.

Mit den „Rettungspunkten“ wurde eine Infrastruktur geschaffen, die schnelle Hilfe im Wald ermöglicht. Der Feuerwehr, der Polizei und Sanitätern sind die einzelnen Rettungstreffpunkte und die Anfahrtswege bekannt, so dass sie bei der Nennung eines Rettungspunktes schnell vor Ort sein können.

War es bisher meist notwendig, den jeweiligen Rettungspunkt aufzusuchen, um die Bezeichnung des Punktes abzulesen und an die Rettungskräfte weiterzugeben, leistet jetzt eine neue App für Smartphone-Besitzer wertvolle Hilfe.

Die Firma INTEND Geoinformatik GmbH aus Kassel hat im Juli 2013 im Google Play Store die App „Hilfe im Wald“ veröffentlicht, die mit Smartphones unter dem Betriebssystem Android (iOS ist noch nicht verfügbar) kostenfrei genutzt werden kann.

Der SaarForst Landesbetrieb hat die Rettungspunkte im saarländischen Staatswald für diese App zur Verfügung gestellt. Andere Bundesländer, wie Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind auch schon dabei. Die App wird laufend erweitert und aktualisiert.

Im Unglücksfall hilft die App mit folgenden Funktionen:

  • Bei Verortung des Smartphone durch Satellitenempfang (GPS) erfolgt eine grafische Darstellung der eigenen Position in Bezug zu den umliegenden Rettungspunkten
  • Anzeige der aktuellen Koordinaten der eigenen Position
  • Bezeichnung, Entfernung und Richtungsanzeige zum ausgewählten Rettungspunkt bei Netzempfang des Smartphone (GSM)
  • Darstellung von topografischem Kartenmaterial und Luftbild
  • Anruf bei den Rettungskräften mit Voreinstellung (112)

Pressemitteilung des SaarForst Landesbetriebs

Screenshots der App:

„Hilfe im Wald“ bei Google Play

„Hilfe im Wald“ im Windows Phone Store

ÖJiS-Anschussseminar

Geschrieben von SRL am in Veranstaltungen

Am 05.+06.09.2014 fand unter großer Beteiligung das erste ÖJiS-Anschussseminar mit Nachsucheführer Wolfgang Goods statt. Die Nachsuche auf krankes Wild ist zweifellos eine wichtige Aufgabe. Der Erfolg bei Nachsuchen ist nicht nur von der Leistung des Nachsuchengespannes sondern von einem guten Zusammenwirken aller Beteiligten abhängig. Es gilt, das eigene Leistungsvermögen richtig einzuschätzen und die eigenen Grenzen zu erkennen. Nicht jeder Jäger kann einen, im Sinne der Schweißarbeit, ausgebildeten und geeigneten Hund halten, jedoch kann es – muss es – von ihm gefordert werden, dass durch das fehlerfreie Verhalten vor, während und nach dem Schuss die günstigsten Voraussetzungen für eine notwendig werdende Nachsuche geschaffen werden.

Im theoretischen Teil konnten zu folgenden Themenbereichen vertiefende Kenntnisse gewonnen werden:

  • Rechtsgrundlagen
  • Immer wiederkehrende Probleme
  • Verhalten (vor – während – nach dem Schuss)
  • Ausrüstung
  • Ablauf der Nachsuche
  • Besonderheiten der Schalenwildarten (Anatomie, Verhalten)
  • Reale Schussverletzungen und Wundfährten
  • Die Verwerflichkeit von Kopf-, Träger- und Küchenschuss
  • Besonderheiten bei Verkehrsunfällen und Drückjagd

Im praktischen Teil konnten dann Erfahrungen am Anschuss von Fallwildstücken, die Unterschiede von bleifreien und bleihaltigen Geschossen, Pirschzeichen (wie finde ich, wie gehe ich an den Anschuss heran), der Fangschuss und Einsatz der kalten Waffe, sowie das Auffinden und Erkennen diverser Anschussdarstellungen in Kleingruppen erarbeitet werden.

Fotos: 1, 2, 7, 8 Peter Schneider / 3, 4, 5, 6 Simone Rachel

Nach der abschließenden Diskussion und Evaluierung der Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer einig: Anschussseminar, ein MUSS für jeden Jäger. Unser Dank gilt an dieser Stelle nochmals Wolfgang Goods für die tolle Vorbereitung und Durchführung.

ANW-Exkursion „Wald-Wild-Initiative“

Geschrieben von SRL am in Veranstaltungen

Umweltminister Reinhold Jost informierte sich am 18. Juni 2014 – genauso wie einige unserer ÖJiS-Mitglieder – auf einer ANW-Veranstaltung über die beispielhafte Zusammenarbeit privater Jäger und Förster im Stadtwald Saarbrücken im Jagdrevier Brebach-Fechingen.
Gelungene Naturverjüngungen ohne Zaun auf ganzer Fläche!

Beiträge Berufsgenossenschaft

Geschrieben von SRL am in Nützliches für Jagdrevier

Pressemitteilung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten, Gartenbau vom 27. Mai 2014

Berufsgenossenschaft

Auch Jäger zahlen jetzt einheitliche Beiträge

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wirbt bei ihren Versicherten weiter um Verständnis für die neue Beitragsgestaltung in der Unfallversicherung. Aktueller Anlass sind die Diskussionen, die durch die diesjährigen Bescheide für die Berufsgenossenschaftsbeiträge in der Jägerschaft ausgelöst wurden. Ein Großteil der Jäger ist von Beitragserhöhungen betroffen, ein kleinerer Teil wird entlastet.

„Auch für die Jäger gilt ab diesem Jahr ein bundesweit einheitlicher Beitragsmaßstab“, so der Vorstandsvorsitzende der SVLFG, Arnd Spahn. Der Beitrag werde ausschließlich nach der bejagbaren Fläche berechnet. Die Jäger bildeten dabei eine eigene Risikogruppe, so dass über die Beiträge im Regelfall nur die Entschädigungsleistungen aus dem Jagdbereich finanziert würden, erläutert Spahn. Der Beitrag setze sich aus einem Grundbeitrag und einem risikoorientierten Beitrag zusammen.

Spahn räumte ein, dass der neue Beitragsmaßstab von einigen Jägern als ungerecht empfunden wird, da möglicherweise die unterschiedlichen Gegebenheiten der Jagdreviere nicht hinreichend berücksichtigt werden. „Der Maßstab ‚bejagbare Fläche’ beruht auf einer Empfehlung eines Gutachters, die wiederum auf ein entsprechendes Votum des Deutschen Jagdschutzverbandes zurückzuführen ist“, stellt der Vorstandsvorsitzende klar.

Ein anderer Beitragsmaßstab sei nach Ablauf der beitragsrechtlichen Übergangszeit nicht gänzlich ausgeschlossen. Voraussetzung dafür sei jedoch eine Satzungsänderung durch die Vertreterversammlung der SVLFG und in jedem Fall ein eindeutiges Votum der Jägerschaft, betont Spahn. Gelegentlich werde eine Herauslösung der Jägerschaft aus der Pflichtmitgliedschaft bei der LBG gefordert. Die Frage der Pflichtmitgliedschaft sei nicht neu, habe aber bisher nicht die für eine Gesetzesänderung erforderlichen Mehrheiten gefunden.

SVLFG

Erläuterungen:

Grundbeitrag

Über den Grundbeitrag werden die nicht risikobezogenen Aufwendungen finanziert, zum Beispiel Präventions- und Verwaltungskosten. Er beträgt in diesem Jahr mindestens 60,00 Euro und höchstens 269,57 Euro. Die Höhe im Einzelfall richtet sich nach der bejagbaren Fläche, umgerechnet in Berechnungseinheiten (BER). Pro Hektar Jagdfläche werden 0,05 BER angesetzt.

Risikobeitrag

Für alle Jagdunternehmen wird der Risikobeitrag nach der bejagbaren Fläche berechnet. Übersteigt die Jagdfläche 500 ha, greift eine Degression. Wird vom Unternehmer der Jagd auch ein landwirtschaftliches Unternehmen bewirtschaftet und liegt dieses Unternehmen im selben oder einem angrenzenden Landkreis, werden der Beitragsberechnung für die Jagd lediglich 80% der Jagdfläche zugrunde gelegt. Die so ermittelte Jagdfläche wird in BER umgerechnet und mit dem Beitragssatz, der jährlich neu festgesetzt wird und für alle Unternehmen gleich ist, multipliziert. Dieser Hebesatz beträgt aktuell 6,48 €.
Die Jäger tragen grundsätzlich nur die ihnen zuzurechnenden Lasten wie Heilverfahrenskosten und Renten. Daher bedarf es eines Faktors benötigt, der Einnahmen und Ausgaben der Risikogruppe in Deckung bringt. Den aktuellen Beiträgen der Jäger liegen ein zuzuordnender Aufwand von rund 13,26 Mio. Euro und ein Brutto-Beitragsvolumen von rund 7,47 Mio. Euro zu Grunde. Um diese beiden Positionen in Deckung zu bringen, wurde der Risikogruppenfaktor auf 1,78 festgesetzt. Der Risikobeitrag für Jäger lässt sich regelmäßig mit folgendem Berechnungsschema ermitteln:

3 Jagdfläche in ha x 0,05 BER x 6,48 € (Hebesatz) x Risikogruppenfaktor = Risikobeitrag

Die für die Berechnung des Grundbeitrages benötigte Umrechnung in BER könnte beim Risikobeitrag entfallen. Ein entsprechend angepasster Risikogruppenfaktor würde nämlich ebenfalls die Deckung sicherstellen. Im Interesse eines einheitlichen Rechenweges für alle Mitglieder hat die LBG jedoch den dargestellten Rechenweg gewählt.

Übergangsregelung

Die gesetzliche Übergangsregelung soll Überforderungen durch den neuen Beitragsmaßstab vermeiden. Beitragserhöhungen und -senkungen werden bis 2017 in gleichmäßigen Stufen umgesetzt. Zur Berechnung der gleichmäßigen Stufen (Angleichungssätze) wird der zuletzt für 2012 zu zahlende Beitrag (Ausgangsbeitrag) mit dem „Zielbeitrag“ verglichen. Hierbei handelt es sich nicht um den nach dem neuen Beitragsmaßstab für 2013 zu zahlenden Beitrag, denn dann würden „Birnen mit Äpfel“ verglichen. So sind für 2013 ein um 5,6 % gestiegener Finanzbedarf, um 25 Mio. Euro gesunkene Bundesmittel (für Jagden nicht relevant) und gegebenenfalls geänderte betriebliche Verhältnisse zu berücksichtigen. Richtigerweise wird der Zielbeitrag deshalb ebenfalls für 2012, allerdings unter Anwendung des neuen Beitragsmaßstabes der SVLFG, berechnet.
Der Zielbeitrag wird mit 100 % gleichgesetzt und dem Ausgangsbeitrag gegenüber gestellt. Der Ausgangsbeitrag entspricht dann z. B. 85 % oder 115 %, je nachdem, ob der Ausgangsbeitrag niedriger oder höher als der Zielbeitrag war. Die Differenz zu 100 % wird durch 5 geteilt. Dies ist der Veränderungssatz, der fortlaufend jährlich dem Ausgangssatz zugeschlagen wird, bis für das Umlagejahr 2017 die 100 % erreicht sind.
In den Beitragsrechnungen der LBG sowie unter www.svlfg.de sind Rechenbeispiele zu dieser Übergangsregelung zu finden.

 

Die SVLFG ist zuständig für die Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung für über 1,6 Millionen Mitgliedsunternehmen mit ca. 1 Million versicherten Arbeitnehmern, der Alterssicherung der Landwirte für fast 250.000 Versicherte und über 600.000 Rentner sowie der landwirtschaftlichen Kranken- und Pflegeversicherung für über 700.000 Versicherte im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Sie führt die Sozialversicherung zweigübergreifend durch und bietet ihren Versicherten und Mitgliedern umfassende soziale Sicherheit aus einer Hand. Die SVLFG ist maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau tätigen Menschen und ihrer Familien.

Pressemitteilung als PDF

Das neue Saarländische Jagdgesetz

Geschrieben von SRL am in Service

Das neue Saarländische Jagdgesetz – seit 1. April 2014 in Kraft!

In den folgenden Dateien finden Sie sowohl die Gesetzestexte als auch übersichtliche Synopsen zur besseren Übersicht der Änderungen.
(Mit freundlicher Genehmigung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes.)