Rechtssicherheit für Besitzer von Halbautomaten!

Geschrieben von SRL am in Veröffentlichungen

Durch die Novelle des Bundesjagdgesetzes, die am 9. November im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde und am 10. November in Kraft getreten ist,  herrscht endlich wieder Rechtssicherheit für den Einsatz von halbautomatischen Jagdgewehren mit Wechselmagazin.

Seit Inkrafttreten darf gemäß § 19 Abs. 1 S. 2. c) Bundesjagdgesetz (BJagdG) mit halbautomatischen Langwaffen, die mit insgesamt nicht mehr als drei Patronen geladen sind, auf Wild geschossen werden.
Das heißt, es kommt gerade nicht mehr auf die Kapazität der Wechselmagazine an, sondern nur noch darauf, wieviele Patronen tatsächlich geladen sind.

Neue Fassung § 19 BJagdG: http://www.gesetze-im-internet.de/bjagdg/__19.html

Infos zum BioWild-Projekt

Geschrieben von SRL am in Veröffentlichungen

Das BioWild-Projekt (Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern) hat Ende 20015 unter Federführung der ANW Deutschland e.V. (Hans von der Goltz) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Dresden (Prof. Michael Müller), Göttingen (Prof. Christian Ammer) und München (Prof. Thomas Knoke) begonnen.

Nun ist auch die Projekthomepage unter www.biowildprojekt.de online.
Hier kann man sich über das Projekt, die Projektpartner, die Pilotregionen bzw. über aktuelle Veranstaltungen und Veröffentlichungen informieren.

Neues Jagdgesetz im Saarland

Geschrieben von RGF am in Veröffentlichungen

…zum 01. April 2014 in Kraft getreten

In der Ausgabe Mai 2014 der ÖKOJAGD hatten wir die im neuen Saarländischen Jagdgesetz erfolgten Änderungen vorgestellt. Der folgende Beitrag soll auf weiterführende Vorschriften und die in der Durchführungsverordnung festgeschriebenen Sachverhalte hinweisen.

Wir können, um es vorweg zu nehmen, mit dem Gesetzestext leben und werten ihn ausdrücklich als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Die von uns gewünschten Änderungen und in den Anhörungen vorgetragenen Forderungen sind im Gesetzestext nur zum Teil übernommen worden. Das neue Jagdgesetz muss sich nun in der Praxis bewähren. Die Jagdzeit auf den Rehbock endet seltsamerweise mit dem 15. Januar des Jagdjahres. Geißen, Kitze und Schmalrehe dürfen aber bis Ende Januar bejagt werden. Die aus unserer Sicht wichtige Vorverlegung der Jagdzeit auf Böcke und Schmalrehe auf den 01.04. konnte gegen den Willen der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) nicht durchgesetzt werden.

(Wild-) Schwein gehabt?

Geschrieben von RGF am in Veröffentlichungen

Effektive Jagd zwischen veraltetem Jagdgesetz, Naturschutz, „Veggie“- und „Obelix“-Day

Pressemitteilung

Saarbrücken, 15.08.2013

Der Vorsitzende des Vereins Ökologisch Jagen im Saarland e.V. Rafael Greif begrüßt die Aufforderung zur Ausweitung der Jagd auf Schwarzwild im Saarland. Verbesserungen bei der Bejagung von Wildschweinen gehören seit langer Zeit zu den Forderungen der ökologischen Jäger. Mit dem reinen Papier ist es leider bei derart praktischen Dingen nicht getan, es hängt allein vom einzelnen Jäger ab, sich von veralteten Jagdpraktiken zu lösen und umzudenken. Letztlich wird die Jägerschaft zeigen müssen ob Sie zukunftsfähig ist und der Bevölkerung als professioneller Fachmann und Helfer in Sachen Wildtier zur Seite stehen kann.
Ein – wenn auch nur kleiner – Schritt in die richtige Richtung wäre die Umsetzung der Reduktionsziele bei Schwarzwild, aber auch bei Rot-, Dam- oder Rehwild, um auch hier die Glaubwürdigkeit der Jagd zu erhalten und den notwendigen Umbau des Waldes hin zu strukturierten klimaresistenten Mischwäldern zu fördern.

Wie beschrieben „alle bereits jetzt möglichen Strategien“ in Erinnerung zu rufen wird dem Problem nicht gerecht, es gilt im Zuge der Anpassungen des Jagdgesetzes die notwendigen Neuerungen einzubringen und zu verankern – auch in den Köpfen der Jägerschaft. Natürlich spielt die Kirrjagd hier eine Rolle, gerade in den stadtnahen Revieren gibt es sonst kaum geeignete Erlegungsmöglichkeiten. Im Zuge dessen gilt es aber die Kirrmengen sowie die Anzahl der Kirrungen auf der Fläche drastisch zu reduzieren, sowie die Jagdmöglichkeiten an der Kirrung zu verbessern. Hier kann dann die Jagd auch effektiv stattfinden und in Verbindung mit der Reduzierung der Kirrmenge zu einer wirklichen Abnahme der Wildschweinpopulation führen. Aus Fachkreisen wird in diesem Zusammenhang auch immer wieder der verstärkte Abschuss von Bachen (nicht führende Bachen) gefordert, da diese die eigentlichen Reproduktionsträger sind. Am effizientesten sind revierübergreifenden Bewegungsjagden, daher muss die Durchführung durch sinnvolle Regelungen zu überjagenden Hunden wie auch umfangreichen Abschussfreigaben bei Wild erleichtert werden.

Der Einsatz von Stadtjägern, Jagd mit künstlichen Lichtquellen oder auch Saufänge können an „Brennpunkten“ vielleicht als Möglichkeit diskutiert werden, aber auch Sie verhindern nicht das eigentliche Problem, das meist vorgelagert im Wald oder Biogasmaisfeld heranwächst. Zunehmend entscheiden sich auch betroffene den Jagdschein zu machen, geplagte Landwirte, Gartenbesitzer aber auch Jagdpächter freuen sich über jeden engagierten Jäger. Daher müssen nun alle gemeinsam die ausgearbeiteten Empfehlungen umsetzen und gleichzeitig die Politik zeitnah die auch schon von Parteien und Verbänden geforderten Neuerungen im Jagdgesetz voranbringen.

Wenn dann noch analog zum Veggie-Day der auch schon geforderte „Obelix“-Day eingeführt wird brauchen sich die Jäger auch um den Absatz des hochwertigen Wildfleisches keine Sorgen mehr zu machen. Hierzu Greenpeace „Zitat“: Sie wollen Fleisch von glücklichen Tieren? Es soll bio sein, regional erzeugt und auch noch klimaneutral? Kein Problem – essen Sie Wildbret! Daher fragen Sie den erfolgreichen und engagierten Jäger Ihres Vertrauens.