Lunalink

Geschrieben von SRL am in Nützliches für Jagdrevier

Sonne- und Mondkalender „Lunalink“ zur Bestimmung des Büchsenlichts

Zur vereinfachten Standortbestimmung wie folgt vorgehen:

  • Die Seite http://f6fvy.free.fr/qthLocator/fullScreen.php öffnen.
  • Dort auf den gewünschten Standort klicken. Man erhält neben den Längen- und Breitengeraden die Angabe „QTH locator“ mit beispielweise dem Wert „JN39ME“.
  • Diesen Code gibt man bei Lunalink unter „Locator“ ein und klickt auf „Start“.
  • Die Werte für den gewählten Standort werden angezeigt.

Beiträge Berufsgenossenschaft

Geschrieben von SRL am in Nützliches für Jagdrevier

Pressemitteilung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten, Gartenbau vom 27. Mai 2014

Berufsgenossenschaft

Auch Jäger zahlen jetzt einheitliche Beiträge

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wirbt bei ihren Versicherten weiter um Verständnis für die neue Beitragsgestaltung in der Unfallversicherung. Aktueller Anlass sind die Diskussionen, die durch die diesjährigen Bescheide für die Berufsgenossenschaftsbeiträge in der Jägerschaft ausgelöst wurden. Ein Großteil der Jäger ist von Beitragserhöhungen betroffen, ein kleinerer Teil wird entlastet.

„Auch für die Jäger gilt ab diesem Jahr ein bundesweit einheitlicher Beitragsmaßstab“, so der Vorstandsvorsitzende der SVLFG, Arnd Spahn. Der Beitrag werde ausschließlich nach der bejagbaren Fläche berechnet. Die Jäger bildeten dabei eine eigene Risikogruppe, so dass über die Beiträge im Regelfall nur die Entschädigungsleistungen aus dem Jagdbereich finanziert würden, erläutert Spahn. Der Beitrag setze sich aus einem Grundbeitrag und einem risikoorientierten Beitrag zusammen.

Spahn räumte ein, dass der neue Beitragsmaßstab von einigen Jägern als ungerecht empfunden wird, da möglicherweise die unterschiedlichen Gegebenheiten der Jagdreviere nicht hinreichend berücksichtigt werden. „Der Maßstab ‚bejagbare Fläche’ beruht auf einer Empfehlung eines Gutachters, die wiederum auf ein entsprechendes Votum des Deutschen Jagdschutzverbandes zurückzuführen ist“, stellt der Vorstandsvorsitzende klar.

Ein anderer Beitragsmaßstab sei nach Ablauf der beitragsrechtlichen Übergangszeit nicht gänzlich ausgeschlossen. Voraussetzung dafür sei jedoch eine Satzungsänderung durch die Vertreterversammlung der SVLFG und in jedem Fall ein eindeutiges Votum der Jägerschaft, betont Spahn. Gelegentlich werde eine Herauslösung der Jägerschaft aus der Pflichtmitgliedschaft bei der LBG gefordert. Die Frage der Pflichtmitgliedschaft sei nicht neu, habe aber bisher nicht die für eine Gesetzesänderung erforderlichen Mehrheiten gefunden.

SVLFG

Erläuterungen:

Grundbeitrag

Über den Grundbeitrag werden die nicht risikobezogenen Aufwendungen finanziert, zum Beispiel Präventions- und Verwaltungskosten. Er beträgt in diesem Jahr mindestens 60,00 Euro und höchstens 269,57 Euro. Die Höhe im Einzelfall richtet sich nach der bejagbaren Fläche, umgerechnet in Berechnungseinheiten (BER). Pro Hektar Jagdfläche werden 0,05 BER angesetzt.

Risikobeitrag

Für alle Jagdunternehmen wird der Risikobeitrag nach der bejagbaren Fläche berechnet. Übersteigt die Jagdfläche 500 ha, greift eine Degression. Wird vom Unternehmer der Jagd auch ein landwirtschaftliches Unternehmen bewirtschaftet und liegt dieses Unternehmen im selben oder einem angrenzenden Landkreis, werden der Beitragsberechnung für die Jagd lediglich 80% der Jagdfläche zugrunde gelegt. Die so ermittelte Jagdfläche wird in BER umgerechnet und mit dem Beitragssatz, der jährlich neu festgesetzt wird und für alle Unternehmen gleich ist, multipliziert. Dieser Hebesatz beträgt aktuell 6,48 €.
Die Jäger tragen grundsätzlich nur die ihnen zuzurechnenden Lasten wie Heilverfahrenskosten und Renten. Daher bedarf es eines Faktors benötigt, der Einnahmen und Ausgaben der Risikogruppe in Deckung bringt. Den aktuellen Beiträgen der Jäger liegen ein zuzuordnender Aufwand von rund 13,26 Mio. Euro und ein Brutto-Beitragsvolumen von rund 7,47 Mio. Euro zu Grunde. Um diese beiden Positionen in Deckung zu bringen, wurde der Risikogruppenfaktor auf 1,78 festgesetzt. Der Risikobeitrag für Jäger lässt sich regelmäßig mit folgendem Berechnungsschema ermitteln:

3 Jagdfläche in ha x 0,05 BER x 6,48 € (Hebesatz) x Risikogruppenfaktor = Risikobeitrag

Die für die Berechnung des Grundbeitrages benötigte Umrechnung in BER könnte beim Risikobeitrag entfallen. Ein entsprechend angepasster Risikogruppenfaktor würde nämlich ebenfalls die Deckung sicherstellen. Im Interesse eines einheitlichen Rechenweges für alle Mitglieder hat die LBG jedoch den dargestellten Rechenweg gewählt.

Übergangsregelung

Die gesetzliche Übergangsregelung soll Überforderungen durch den neuen Beitragsmaßstab vermeiden. Beitragserhöhungen und -senkungen werden bis 2017 in gleichmäßigen Stufen umgesetzt. Zur Berechnung der gleichmäßigen Stufen (Angleichungssätze) wird der zuletzt für 2012 zu zahlende Beitrag (Ausgangsbeitrag) mit dem „Zielbeitrag“ verglichen. Hierbei handelt es sich nicht um den nach dem neuen Beitragsmaßstab für 2013 zu zahlenden Beitrag, denn dann würden „Birnen mit Äpfel“ verglichen. So sind für 2013 ein um 5,6 % gestiegener Finanzbedarf, um 25 Mio. Euro gesunkene Bundesmittel (für Jagden nicht relevant) und gegebenenfalls geänderte betriebliche Verhältnisse zu berücksichtigen. Richtigerweise wird der Zielbeitrag deshalb ebenfalls für 2012, allerdings unter Anwendung des neuen Beitragsmaßstabes der SVLFG, berechnet.
Der Zielbeitrag wird mit 100 % gleichgesetzt und dem Ausgangsbeitrag gegenüber gestellt. Der Ausgangsbeitrag entspricht dann z. B. 85 % oder 115 %, je nachdem, ob der Ausgangsbeitrag niedriger oder höher als der Zielbeitrag war. Die Differenz zu 100 % wird durch 5 geteilt. Dies ist der Veränderungssatz, der fortlaufend jährlich dem Ausgangssatz zugeschlagen wird, bis für das Umlagejahr 2017 die 100 % erreicht sind.
In den Beitragsrechnungen der LBG sowie unter www.svlfg.de sind Rechenbeispiele zu dieser Übergangsregelung zu finden.

 

Die SVLFG ist zuständig für die Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung für über 1,6 Millionen Mitgliedsunternehmen mit ca. 1 Million versicherten Arbeitnehmern, der Alterssicherung der Landwirte für fast 250.000 Versicherte und über 600.000 Rentner sowie der landwirtschaftlichen Kranken- und Pflegeversicherung für über 700.000 Versicherte im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Sie führt die Sozialversicherung zweigübergreifend durch und bietet ihren Versicherten und Mitgliedern umfassende soziale Sicherheit aus einer Hand. Die SVLFG ist maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau tätigen Menschen und ihrer Familien.

Pressemitteilung als PDF

Trichinenproben

Geschrieben von SRL am in Nützliches für Jagdrevier

Quelle: Landesamt für Verbraucherschutz, Konrad-Zuse-Straße 11, 66115 Saarbrücken, www.lav.saarland.de
Stand: Juli 2013

Hinweisblatt zur eigenständigen Trichinenprobeentnahme durch den Jäger und dem Bezug von Wildursprungsmarken

1. Wie und wo erfolgt die Beauftragung des Jägers und welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Ein Jäger, der die Trichinenprobe bei den von ihm erlegten Wildschweinen selbst entnehmen möchte, muss zuvor an der Schulung „Entnahme von Trichinenproben beim Wildschwein“ mit den erforderlichen Inhalten teilgenommen haben. Diese Schulung wird bei Bedarf von der Vereinigung der Jäger des Saarlandes in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) angeboten.

Nach der Schulung erhält jeder Teilnehmer eine entsprechende Teilnahmebescheinigung.

Die Teilnahmebescheinigung wird gemeinsam mit einem vom LAV vorbereiteten Antrag sowie einer Kopie des gültigen Jagdscheines bei diesem unter der Anschrift LAV, Konrad-Zuse Straße 11, 66115 Saarbrücken, für die Übertragung der Trichinenprobeentnahme eingereicht.

Das LAV überträgt dann, nach Vorliegen der erforderlichen Voraussetzungen, die Trichinenprobeentnahme gemäߧ 6 Abs. 2 Tier-LMÜV für seinen Zuständigkeitsbereich (Saarland) auf den Jäger.

Ansprechpartner für die Terminierung einer Schulung ist für Sie bei der Vereinigung der Jäger des Saarlandes Herr Schorr Tel. 06838 / 864788-20 oder 06838 / 864788-0.

Ansprechpartner für die Übertragung der Trichinenprobeentnahme ist für Sie beim Landesamt für Verbraucherschutz Herr Thomas Welsch Tel. 0681 / 9978-4514.

2. Wie und wo bekomme ich die Wildursprungsmarken sowie die dazugehörigen Begleitscheine?

Nach erfolgter Übertragung und dem Besitz eines gültigen Jagdscheines sind die Voraussetzungen für den Erhalt von Wildursprungsmarken erfüllt.
D.h. unter Vorlage der förmlichen Übertragung und unter Vorlage des gültigen Jagdscheines können bei den hierfür zuständigen Regionalstellen

Regionalstelle West. Industriestraße 6, 66740 Saarlouis
Regionalstelle Mitte, Konrad-Zuse-Straße 11, 66115 Saarbrücken
Regionalstelle Ost, Seminarstraße 25, 66564 Ottweiler

Wildursprungsmarken und die dazugehörigen Wildursprungsscheine käuflich erworben werden. (Derzeit 2, 14 € / WU -Marke u. -schein gern. Gebührenziffer C 1.17 des besonderen Gebührenverzeichnisses für amtliche Kontrollen im Rahmen des Fleischhygienerechts vom 10. Dezember 2012).

Die Abgabe erfolgt montags bis freitags in der Zeit von 8.00 Uhr bis 12.00 oder ausnahmsweise nachmittags nachvorheriger telefonischer Terminvereinbarung.

3. Wie kann ich Wildursprungsmarken für einen Jagdkollegen erwerben?

Die Abgabe von Wildursprungsmarken an Dritte (im Auftrage) darf nur aufgrund einer schriftlichen Vollmacht durch den gern. § 22 a Abs. 1 Satz 2 Fleischhygienegesetz FIHG oder § 6 Abs. 2 Tier­LMÜV Beauftragten erfolgen.

4. Wo kann ich die entnommenen Proben zur Untersuchung abgeben?

a) Abgabe der Proben im LAV-Abt. D Veterinär- und Lebensmitteluntersuchungen
Persönliche Abgabe während der Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 08:00 -15:30 Uhr und freitags von 08:00 – 14:00 Uhr.Außerhalb der o. g. Öffnungszeiten können Sie Proben mit Wildursprungsschein auch in einem Kühlschrank auf dem Parkplatz des LAV deponieren (Metallkäfig links neben der Schranke. im hinteren Bereich).
Weitere Informationen erhalten Sie beim LAV unter Tel. (0681/9978-4107, -4100, -4101).

b) Abgabe der Proben bei ihrem amtl. Fleischbeschautierarzt zu den Sprechstundenzeiten.

c) Abgabe der Proben bei der zuständigen Regionalstelle im Rahmen der Bürozeiten

Mitte: Konrad-Zuse-Straße 11, 66115 Saarbrücken, Tel: 0681/9978-4550

Ost: Seminarstr. 25, 66564 Ottweiler, Tel: 0681/9978-4650

West: Industriestr. 6, 66740 Saarlouis, Tel: 0681 /9978-4600

Zurzeit werden die Laboruntersuchungen im LAV dienstags und freitags durchgeführt. Sie erhalten die Verfügungsfreigabe i.d.R. für den folgenden Tag.

Bitte achten Sie darauf, dass die Proben auslaufsicher verpackt sind und das blaue abreißbare Nummernteil der WU-Marke sowie die entsprechenden Mehrausfertigungen der Wildursprungsscheine (weiß, gelb, rosa) beigefügt sind.

Die Trichinenprobenentnahme durch den Jäger ist nur dann zulässig, wenn dieser Verantwortung bzw. Mitverantwortung für den Verbleib des erlegten Wildes trägt und somit handlungsbefugt i. S. des§ 6 Abs. 2 Tier-LMÜV ist.

Eine Tätigkeit als reiner „Probennehmer“ i. S. einer Dienstleistung ist nicht möglich.

 

Weitergehende Informationen erhalten Sie bei den v. g. Dienststellen.