ÖJiS-Anschussseminar

Geschrieben von SRL am in Veranstaltungen

Am 05.+06.09.2014 fand unter großer Beteiligung das erste ÖJiS-Anschussseminar mit Nachsucheführer Wolfgang Goods statt. Die Nachsuche auf krankes Wild ist zweifellos eine wichtige Aufgabe. Der Erfolg bei Nachsuchen ist nicht nur von der Leistung des Nachsuchengespannes sondern von einem guten Zusammenwirken aller Beteiligten abhängig. Es gilt, das eigene Leistungsvermögen richtig einzuschätzen und die eigenen Grenzen zu erkennen. Nicht jeder Jäger kann einen, im Sinne der Schweißarbeit, ausgebildeten und geeigneten Hund halten, jedoch kann es – muss es – von ihm gefordert werden, dass durch das fehlerfreie Verhalten vor, während und nach dem Schuss die günstigsten Voraussetzungen für eine notwendig werdende Nachsuche geschaffen werden.

Im theoretischen Teil konnten zu folgenden Themenbereichen vertiefende Kenntnisse gewonnen werden:

  • Rechtsgrundlagen
  • Immer wiederkehrende Probleme
  • Verhalten (vor – während – nach dem Schuss)
  • Ausrüstung
  • Ablauf der Nachsuche
  • Besonderheiten der Schalenwildarten (Anatomie, Verhalten)
  • Reale Schussverletzungen und Wundfährten
  • Die Verwerflichkeit von Kopf-, Träger- und Küchenschuss
  • Besonderheiten bei Verkehrsunfällen und Drückjagd

Im praktischen Teil konnten dann Erfahrungen am Anschuss von Fallwildstücken, die Unterschiede von bleifreien und bleihaltigen Geschossen, Pirschzeichen (wie finde ich, wie gehe ich an den Anschuss heran), der Fangschuss und Einsatz der kalten Waffe, sowie das Auffinden und Erkennen diverser Anschussdarstellungen in Kleingruppen erarbeitet werden.

Fotos: 1, 2, 7, 8 Peter Schneider / 3, 4, 5, 6 Simone Rachel

Nach der abschließenden Diskussion und Evaluierung der Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer einig: Anschussseminar, ein MUSS für jeden Jäger. Unser Dank gilt an dieser Stelle nochmals Wolfgang Goods für die tolle Vorbereitung und Durchführung.

ANW-Exkursion „Wald-Wild-Initiative“

Geschrieben von SRL am in Veranstaltungen

Umweltminister Reinhold Jost informierte sich am 18. Juni 2014 – genauso wie einige unserer ÖJiS-Mitglieder – auf einer ANW-Veranstaltung über die beispielhafte Zusammenarbeit privater Jäger und Förster im Stadtwald Saarbrücken im Jagdrevier Brebach-Fechingen.
Gelungene Naturverjüngungen ohne Zaun auf ganzer Fläche!

Wildgenuss 2014

Geschrieben von SRL am in Veranstaltungen

Bilder zum alljährlichen „Wildgenuss“ bei Peter Kuhn (Hotel-Restaurant „Zum Schlossberg“) am 04.02.2014

(Wild-) Schwein gehabt?

Geschrieben von RGF am in Veröffentlichungen

Effektive Jagd zwischen veraltetem Jagdgesetz, Naturschutz, „Veggie“- und „Obelix“-Day

Pressemitteilung

Saarbrücken, 15.08.2013

Der Vorsitzende des Vereins Ökologisch Jagen im Saarland e.V. Rafael Greif begrüßt die Aufforderung zur Ausweitung der Jagd auf Schwarzwild im Saarland. Verbesserungen bei der Bejagung von Wildschweinen gehören seit langer Zeit zu den Forderungen der ökologischen Jäger. Mit dem reinen Papier ist es leider bei derart praktischen Dingen nicht getan, es hängt allein vom einzelnen Jäger ab, sich von veralteten Jagdpraktiken zu lösen und umzudenken. Letztlich wird die Jägerschaft zeigen müssen ob Sie zukunftsfähig ist und der Bevölkerung als professioneller Fachmann und Helfer in Sachen Wildtier zur Seite stehen kann.
Ein – wenn auch nur kleiner – Schritt in die richtige Richtung wäre die Umsetzung der Reduktionsziele bei Schwarzwild, aber auch bei Rot-, Dam- oder Rehwild, um auch hier die Glaubwürdigkeit der Jagd zu erhalten und den notwendigen Umbau des Waldes hin zu strukturierten klimaresistenten Mischwäldern zu fördern.

Wie beschrieben „alle bereits jetzt möglichen Strategien“ in Erinnerung zu rufen wird dem Problem nicht gerecht, es gilt im Zuge der Anpassungen des Jagdgesetzes die notwendigen Neuerungen einzubringen und zu verankern – auch in den Köpfen der Jägerschaft. Natürlich spielt die Kirrjagd hier eine Rolle, gerade in den stadtnahen Revieren gibt es sonst kaum geeignete Erlegungsmöglichkeiten. Im Zuge dessen gilt es aber die Kirrmengen sowie die Anzahl der Kirrungen auf der Fläche drastisch zu reduzieren, sowie die Jagdmöglichkeiten an der Kirrung zu verbessern. Hier kann dann die Jagd auch effektiv stattfinden und in Verbindung mit der Reduzierung der Kirrmenge zu einer wirklichen Abnahme der Wildschweinpopulation führen. Aus Fachkreisen wird in diesem Zusammenhang auch immer wieder der verstärkte Abschuss von Bachen (nicht führende Bachen) gefordert, da diese die eigentlichen Reproduktionsträger sind. Am effizientesten sind revierübergreifenden Bewegungsjagden, daher muss die Durchführung durch sinnvolle Regelungen zu überjagenden Hunden wie auch umfangreichen Abschussfreigaben bei Wild erleichtert werden.

Der Einsatz von Stadtjägern, Jagd mit künstlichen Lichtquellen oder auch Saufänge können an „Brennpunkten“ vielleicht als Möglichkeit diskutiert werden, aber auch Sie verhindern nicht das eigentliche Problem, das meist vorgelagert im Wald oder Biogasmaisfeld heranwächst. Zunehmend entscheiden sich auch betroffene den Jagdschein zu machen, geplagte Landwirte, Gartenbesitzer aber auch Jagdpächter freuen sich über jeden engagierten Jäger. Daher müssen nun alle gemeinsam die ausgearbeiteten Empfehlungen umsetzen und gleichzeitig die Politik zeitnah die auch schon von Parteien und Verbänden geforderten Neuerungen im Jagdgesetz voranbringen.

Wenn dann noch analog zum Veggie-Day der auch schon geforderte „Obelix“-Day eingeführt wird brauchen sich die Jäger auch um den Absatz des hochwertigen Wildfleisches keine Sorgen mehr zu machen. Hierzu Greenpeace „Zitat“: Sie wollen Fleisch von glücklichen Tieren? Es soll bio sein, regional erzeugt und auch noch klimaneutral? Kein Problem – essen Sie Wildbret! Daher fragen Sie den erfolgreichen und engagierten Jäger Ihres Vertrauens.