Abschuss einer trächtigen Luchsin im Bayerischen Wald

Geschrieben von RGF am in Veröffentlichungen

Pressemitteilung des Ökologischen Jagdvereins Bayern

Ulsenheim, 22. Mai 2013

Nur mit Betroffenheit, Wut und Zorn kann man die Meldung aufnehmen, dass nach der vor einem Jahr vergifteten Luchsin Tessa erneut im gleichen Landkreis Regen ein Luchsin, die drei Föten inne hatte, mit Schrot geschossen gefunden wurde. Es ist erbärmlich, wie hier die Ausbreitung einer mit viel Engagement und finanziellen Mitteln geförderten Art brutal verhindert wird.
Es zeigt sich wieder einmal, dass das, was die Bayerische Luchsbeauftragte Sybille Wölfel unlängst formulierte, bittere Wahrheit ist: Der unübersehbare „Umsatz“ in bestens geeigneten Luchsgebieten „hat mit natürlicher Mortalität nichts mehr zu tun“ (ÖkoJagd 2013-1, S. 51). Da sind Kräfte am Werk, die den Mitjäger Luchs nicht wollen. Wenn man die Ausbreitung dieser faszinierenden Tierart will, muss man diesen das Handwerk legen.
Der ÖJV Bayern fordert daher mit Nachdruck die strafrechtliche Verfolgung dieser Tat. Ein erneut erfolgloses Geplänkel wäre fatal. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der ÖJV Bayern für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, 3.000,- € aus.

gez.
Dr. Wolfgang Kornder
1. Vorsitzender

Winterführung im Wildpark Saarbrücken

Geschrieben von SRL am in Veranstaltungen

Luchs

© Rafael Greif

Trotz durchwachsener Wetterlage konnte Revierförster Rafael Greif vom Amt für Grünanlagen, Landwirtschaft und Forsten der Landeshauptstadt am Sonntag, den 17.03.2013, rund ein Dutzend interessierte Bürger und Vereinsmitglieder zur kleinen Winterführung durch den Wildpark und Stadtwald begrüßen. Vom Startpunkt „Wildparkpavillon“ ging es zu den in unseren Wäldern heimischen Wildtieren. Auf dem Fußweg durch den Wildpark konnte man über Steinbock, Uhu, Wildkatze, Luchs, Muffel, Reh-, Rot-, und Damwild einiges Wissenswertes erfahren. Interessant wurde es auch beim Verhalten der Wildschweine die als Kulturfolger wie auch der Fuchs mittlerweile immer öfter im Stadtgebiet anzutreffen sind. Nach den Wisenten gab es auch das Logotier des ÖJV-Bundesverbandes, die Luchse zu bestaunen. Auch hier gab es Aufklärung über deren Vorkommen und Verhalten in freier Wildbahn und die Auswirkungen auf die heimischen Wildarten.

Schwarzwild

© Rafael Greif

Auf der gesamten Wegeführung am Stadtwaldrand gab es zum Abschluss noch Interessantes über das Arbeitsumfeld eines Försters in einem nach Naturland-Richtlinien bewirtschafteten Naherholungswald zu hören. Mit dem Einblick in eine Durchforstungsmaßnahme konnte die Nachhaltigkeit der Nutzung des Stadtwaldes, die Wegeerschließung und Verkehrssicherungsarbeiten im Stadtwald näher gebracht werden. Im neuen Waldklassenzimmer gab es zum Ende Informationen zu Aktionen der Umweltbildung im Wildpark. Nach der Beantwortung aller Fragen ging es dann zu einer kleinen Abschlussstärkung in den Wildparkpavillon.
Wir möchten nochmals allen interessierten Teilnehmern danken und hoffen diese auch bei der nächsten Veranstaltung im Wildpark oder mit dem Verein Ökologisch Jagen im Saarland e.V. begrüßen zu dürfen.

Wildgenuss 2013

Geschrieben von SRL am in Veranstaltungen

Jagen – Kochen – Genießen

Zum wiederholten Male trafen sich Mitglieder des ÖJiS (Verein „Ökologisch Jagen im Saarland“) zu ihrem Seminar „Wildgenuss“. Unter dem Motto „Jagen – Kochen – Genießen“ begrüßte der Küchenchef und Inhaber des Hotel-Restaurants „Schlossberg“ in Büschfeld / Wadern, Herr Peter Kuhn, selbst Mitglied im ÖJiS und auch Jäger, die 20 Teilnehmer.

wildgenuss2013_01Nach kurzen einleitenden Worten zum Ablauf des Abends ging es dann los.
Der erste Teil des Seminars begann in der Wildkammer, die hinter dem Gebäude des Hotel-Restaurants gelegen ist.
In der Wildkammer, die mit Rot-, Reh- und Schwarzwild für den Abend mehr als genügend bestückt war, wurde gezeigt und selbst erprobt, wie das Wild fachmännisch und zügig aus der Decke geschlagen werden kann.

Nachdem das Wild nun aus der Decke geschlagen, bzw. abgeschwartet war, zeigten Herr Kuhn und seine Helfer den Teilnehmern, wie die grobe Zerteilung erfolgen sollte und welche Tricks und Kniffe es hierzu gibt. Jeder der wollte, konnte sich nun unter fachmännischer Hilfestellung selbst einmal daran versuchen.

In grobe Stücke zerteilt ging es mit dem Wildbret in die Küche. Peter Kuhn nahm sich viel Zeit und zeigte, wie das Wild nun küchenfertig zerlegt wird. Ein hierbei immer wieder wichtiges Thema, das von ihm angesprochen wurde war die Hygiene – nicht nur in der Wildkammer und Küche, sondern auch im Umgang mit dem Lebensmittel Fleisch.

Wer wollte durfte auch hier wieder das Gezeigte direkt selbst versuchen. Peter Kuhn stand dabei immer mit Rat und Tat zur Seite. Als Küchenchef gab er den Teilnehmern einen Einblick in die am Wild vorkommenden Fleischarten und wofür welches Stück in der Küche verwendet werden kann.

Als das Wild nun soweit vorbereitet war ging es ans Kochen.
Die Vorspeise war ein Salat aus „Wilden-Herzen“. Dieser wurde kalt serviert und bestand aus gekochten Rotwild-, Reh- und Wildschweinherzen mit bunten Paprika und Zwiebeln an einer Vinaigrette.

wildgenuss2013_02Der erste Gang im rechhaltigen und bunten Menü dieses Abends war ein Stroganoff-Geschnetzeltes, zubereitet aus zwei Rehkeulen. Die Teilnehmer konnten selbst sehen und erfahren, wie schnell dies zubereitet wird und wie lecker es schmeckt.

Im nächsten Gang wurde eine Wild-Lasagne aus frisch gewolftem Fleisch von Rot- und Rehwild hergestellt. „Dies geht auch mal schnell, lässt sich gut vorbereiten und kommt auch bei Kindern sehr gut an!“, so Küchenchef Peter Kuhn zu diesem Gericht.

Als Zwischengang überraschte Küchenchef Kuhn mit einer Kraftbrühe vom Rotwild mit Markklößchen. Das hierzu notwendige Consommé hatte Kuhn zwei Tage zuvor bereits vorbereitet, da hierfür die Zeit nicht gereicht hätte. Eine Kraftbrühe vom Wild hatten noch nicht viele probiert und waren vom Geschmack sichtlich begeistert.

Der abschließende und letzte Gang waren Schnitzel vom Rotwild in einer Mandelkruste, mit Bohnen im Speckmantel, Rosenkohl und Pilzen. Hierzu wurden klassisch Pommes frites serviert. Peter Kuhn erklärte den Teilnehmern, wie die Schnitzel aus der Nuss der Keule geschnitten und mit wenigen Handgriffen paniert und gebraten werden.

Der Abend in der Küche hätte noch stundenlang weitergehen können, denn Peter Kuhn hatte für die Teilnehmer noch viele leckere Rezeptideen parat.

Sichtlich gesättigt und mit vielen neuen Ideen, Anregungen und Tipps im Kopf ging das Seminar nach dem gemütlichen Teil im Restaurant zu fortgeschrittener Stunde zu Ende. Es war ein sehr kurzweiliger, informativer und erfolgreicher Abend in einer sehr familiären Atmosphäre.

Ein herzliches Dankeschön gilt Herrn Peter Kuhn, der uns diesen schönen Abend in seinen Räumlichkeiten ermöglichte.

Robert Adamek

Streit um Blei in der Munition der Jäger

Geschrieben von RGF am in Veröffentlichungen

Unsere Pressemitteilung zum Thema – bereits aus Dezember 2012:
ÖJiS-Jäger setzen Zeichen für mehr Verbraucher- und Umweltschutz

Seit rund 3 Jahren wird heftig über die Vor- und Nachteile des Einsatzes bleifreier Jagdmunition diskutiert. Obwohl viele Länder, darunter die USA und Schweden schon seit Jahren auf bleifreie Alternativen setzen um Verbraucher, Greifvögel und Umwelt zu schützen, scheiterte die Umstellung in Deutschland bisher an einer Allianz einer einflussreichen konservativen Jägerschaft auf der einen und den Munitionsherstellern auf der anderen Seite.

Vor allem das erwiesene Sterben von Greifvögeln hatte in der Vergangenheit verantwortlich handelnde Regierungen aufgerufen, den Einsatz bleihaltiger Munition auf der Jagd zu verbieten.
Im Saarland wurde im Jahr 2011 der Einsatz bleifreier Jagdmunition für den SaarForst Landesbetrieb, der den flächenmäßig größten Waldbesitz im Saarland auch jagdlich verwaltet angeordnet, um Verbraucher und Umwelt zu schützen.

„Verantwortliches jägerisches Handeln bedeutet, vermeidbare Belastungen von Mensch, Tier und Umwelt mit schädlichen Substanzen auszuschließen. Da es technisch ausgereifte Alternativen zur bleihaltigen Munition gibt, sollten verantwortliche Jäger umgehend auf bleifreie Jagdmunition umstellen“, so die beiden Vorsitzenden Manfred Hoffmann und Bea Stalter. Das Argument die oft großen Vorräte an bleihaltiger Munition erst zu verschießen zieht nicht, dies kann z.B. schadlos in den Schießständen beim Übungsschießen erfolgen.

Neben der Belastung für den Mensch, wird in der ganzen Diskussion die Belastung für den Naturhaushalt vernachlässigt, denn nicht unwesentliche Mengen durchschlagen den Wildkörper und landen eben in der Natur. „Im Saarland ist der Einsatz von Bleischrot an Wasserflächen bereits verboten, nun muss auch ein Verbot von bleihaltiger Munition im Wald und der Flur folgen“, so Manfred Hoffmann.
Der noch junge Verein Ökologisch Jagen im Saarland „ÖJiS“, der nach der Vereinigung der Jäger des Saarlandes der mitgliederstärkste Jagdverein im Saarland ist, hat deshalb den Best-Wild-Standard entwickelt. Verbraucher können nun über die Geschäftsstelle des Vereines nicht nur bleifrei erlegtes Wildbret beim örtlichen ÖJiS-Jäger erwerben, auch andere Substanzen incl. der oft vollzogenen Versorgung der Wildtiere mit artfremdem Futter findet nicht statt. „Wild soll nach Wild schmecken und nicht nach Mais und anderem Kraftfutter“, so die beiden Vorsitzenden abschließend.

ÖJiS-Jahresabschlussfest

Geschrieben von SRL am in Veranstaltungen

Am 14.12.2012 trafen sich die Mitglieder des ÖJiS zu ihrem weihnachtlichen Jahresabschlussfest im Gasthaus Wommer in Schüren. In geselliger Runde ließ man, nach der Begrüßung zweier Neumitglieder und dem hervorragendem Essen, das erfolgreiche Jahr 2012 noch einmal Revue passieren!
Ein schöner Abend ging mit vielen Glückwünschen und viel Weidmannsheil für das Jahr 2013 zu Ende! So wünscht auch der Vorstand an dieser Stelle all seinen Mitgliedern ein gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute und Weidmannsheil für das neue Jahr 2013!

OeJiS-Weihnachten2012

Wir bitten um Nachsicht in Sachen Bildqualität, leider konnten wir nur auf Handy-Fotos zurückgreifen!